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blick* - Landesprojekt zu LSBTIQ* Strukturen im ländlichen Raum



Über das Projekt

Nordrhein-Westfalen ist bunt und vielfältig - die Menschen und auch die Regionen

Im Rahmen des nordrhein-westfälischen Aktionsplans „Impulse 2020 – für queeres Leben in NRW“ wurde zum 1. Mai 2022 ein Pilotprojekt gestartet, das in den kommenden zwei Jahren breitflächig Impulse zu den Themen sexuelle und geschlechtliche Identität gibt, Austausch auf diversen Ebenen ermöglicht und Sichtbarkeit schafft. Auf diesen Wegen sollen mögliche Berührungsängste abgebaut, LSBTIQ* Strukturen gestärkt oder geschaffen und Regelstrukturen sensibilisiert werden. Dies geschieht mit dem Ziel die Menschen der queeren Community in ihren unterschiedlichen Lebensbereichen zu unterstützen und zu empowern.

Der Radius des Pilotprojekts erstreckt sich zwischen Hamm und Paderborn und wird von Jana Hansjürgen geleitet, die zuvor in der LSBTIQ* Jugendarbeit und als Diversity-Beauftragte mit dem Schwerpunkt LSBTIQ* bei der Landeshauptstadt Düsseldorf tätig war.

Angelehnt an vielfältige und oftmals finanzierte Beratungs- und Gruppenangebote für LSBTIQ* Personen in den Ballungszentren in NRW, soll durch dieses Pilotprojekt die Beratungs- und Angebotssituation in den ländlichen Gebieten in den Blick genommen und gestärkt werden. Aktuell gibt es oftmals keine oder kleine Anlaufstellen und eine weite Anreise ist notwendig, um entsprechende Angebote in den nächstgroßen Städten in Anspruch nehmen zu können. Zudem steigen die Bedarfe der Community an und die Themenvielfalt ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen.

Säulen des Projekts

Das Projekt legt den Fokus auf drei Säulen: die Erhebung von Daten und Fakten, die Stärkung der Community sowie die Sensibilisierung von Regelstrukturen.

Daten & Fakten

Für die Erhebung von Daten und Fakten wird es sowohl eine Bestands- als auch Bedarfsanalyse für die ländliche Region zwischen Hamm und Paderborn geben. Hierzu gehört ein Überblick über die bereits bestehende Infrastruktur der allgemeinen Beratungs- und Angebotslandschaft, um mögliche Schnittmengen und Synergieeffekte zu identifizieren. Anhand einer Befragung sollen zudem die lokalen Bedarfe sichtbar werden. Bereits bei der Erstellung des Online-Tools werden die engagierten Akteur*innen vor Ort einbezogen, so dass Sie Ihre Themen und Einschätzungen aktiv einbringen können. Die Ergebnisse sollen perspektivisch als Grundlage für Anträge dienen und somit die LSBTIQ* Community unterstützen.

Community

Durch Vernetzung und themenbezogene Veranstaltungen soll Sichtbarkeit für die LSBTIQ* Community und die Themen geschaffen werden. Hierzu gehören z.B. Aktionen zum Coming-Out-Day, Kampagnen, etc. Ein weiterer Strang ist die Begleitung und das Empowerment der LSBTIQ* Gruppen vor Ort. Niederschwellige Beratung wie z.B. bei der Konzeptionierung eines queeren Jugendangebots in einer regulären Jugendeinrichtung.

Regelstrukturen

Die dritte Säule des Projekts konzentriert sich auf die Sensibilisierung von Regelstrukturen für LSBTIQ* Themen und Bedarfe im ländlichen Raum. Die Politik, Verwaltung und Behörden sowie Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, etc. werden involviert und die Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt nachhaltig platziert. Dies soll neben Schulungen und Veranstaltungen auch über die Vernetzung und Kooperation mit den vielfältigen Landesfachstellen erfolgen.

Ziele des Projekts

Ziel des Projekts ist es, neue Strukturen für LSBTIQ* im ländlichen Raum zu implementieren sowie bereits bestehende Angebote zu stärken und zu verfestigen. Am Ende des Pilotprojekts wird ein Handlungsleitfaden stehen, der perspektivisch als Schablone für die LSBTIQ* Arbeit in weiteren ländlichen Regionen genutzt werden kann. Dieser soll auf Basis der Ergebnisse der Bedarfsanalyse sowie den Erfahrungen und Best Practice Beispielen erstellt werden. Alle Ergebnisse werden zum Ende des Projekts innerhalb eines Fachtages vorgestellt.

Kontakt

Jana Hansjürgen

Mail: jhansjuergen@rosastrippe.net

Mobil: 0176 / 47118241